Posted by on 2. Juli 2020

Mit großem Aufgebot haben Schausteller aus ganz Deutschland heute in der Hauptstadt demonstriert. Auch die Bundestagsabgeordnete für Lübeck und das nordwestliche Herzogtum Lauenburg Prof. Dr. Claudia Schmidtke erkennt die besondere Schwere ihrer Situation vor dem Hintergrund der Covid19-Pandemie an und hat sich zum Austausch mit dem Präsidenten des Deutschen Schaustellerbundes Albert Ritter und dem Ehrenvorsitzenden des Lübecker Schaustellerverbandes Holger Bock vor dem Brandenburger Tor in Berlin getroffen.

„Es waren die Schausteller, die als erstes die Kontaktbeschränkungen zu spüren bekommen haben, und sie sind weiterhin im Unklaren über die künftige Entwicklung der Volksfeste und Märkte“, so Prof. Dr. Claudia Schmidtke.

Bundestag und Bundesregierung haben umfangreiche Hilfsmaßnahmen beschlossen, die Gewerbetreibende und Veranstalter vor den schlimmsten Folgen der Pandemie bewahren sollten. Das Problem: Insbesondere die Schausteller mit ihrem familienbasierten Gewerbe, umfangreichem Personalbedarf und ausschließlicher Veranstaltungstätigkeit werden häufig nicht ausreichend durch die Programme aufgefangen. Es dürfe daher nun nicht dazu kommen, dass Schausteller ihre Fahrgeschäfte und gastronomischen Stände verkaufen müssen.

„Denn dann gibt es wohl kaum ein Zurück mehr, die jahrhundertealte deutsche Volksfesttradition wäre ernsthaft bedroht“, so Schmidtke weiter: „Wir müssen jetzt Anpassungen vornehmen. Bund und Land müssen schauen, woran es mangelt. In vielen Fällen können klare Anweisungen an die Jobcenter helfen, dass ein vereinfachtes Verfahren ohne Vermögensprüfung bei Beantragung von ALG II wahrgenommen werden muss. Vor allem brauchen die Schausteller aber eines: Eine Perspektive.“

Überall dort, wo es die epidemische Lage, die Entwicklung der Infektionszahlen und die Schutzmaßnahmen der Schausteller es zulassen, solle ihr Betrieb auch möglich sein. Hier brauche es konstruktive Genehmigungsbehörden.

„Als Lübeckerin liegt mir natürlich insbesondere der Weihnachtsmarkt am Herzen. Er ist eine unverzichtbare Einnahmequelle für Schausteller ebenso wie für den Einzelhandel. Von der touristischen Bedeutung für unsere Region ganz zu schweigen“, so Schmidtke abschließend.

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