Posted by on 14. November 2019

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am Donnerstag entschieden, zwei Vorhaben in der Hansestadt Lübeck mit insgesamt gut 18,5 Millionen Euro zu unterstützen. Hierzu erklärt die CDU-Bundestagsabgeordnete für Lübeck und das nordwestliche Herzogtum Lauenburg Prof. Dr. Claudia Schmidtke:

„Der Bundestag macht mit der heutigen Entscheidung deutlich, welch hohen Wert er der Kulturstadt Lübeck und ihrer Denkmäler für unser Land beimisst.

Für die Sanierung der um 1350 fertiggestellten, 1942 nahezu zerstörten und nach dem Krieg mit großer, ebenfalls bundesweiter Solidaritätsleistung wiederaufgebauten Lübecker Marienkirche, die als Backsteinbasilika die Gotik in neue Formen übersetzte und so in den gesamten Ostseeraum hinausstrahlte, werden unglaubliche 14 Millionen Euro bereitgestellt. Hierfür sind für das Jahr 2020 bereits 1,15 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt, die restlichen 12,85 Millionen Euro als Verpflichtungsermächtigungen bis 2026 beschlossen.

Damit entlastet der Bundestag die Spenden-Initiative des ev.-luth. Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg ‚Sieben Türme will ich sehen‘ in erheblichem Maße. Schon im vergangenen Jahr hatte der Bundestag die Sanierung von St. Marien mit 700.000 Euro unterstützt. Die Begleitung der Sanierung über 6 Jahre ist ein außergewöhnlicher Beitrag des Bundes für einen ebenso außergewöhnlichen Sakralbau.
Doch nicht nur Lübecks Kirchtürme, auch ein Leuchtturm der Kultur im Norden kann sich über Unterstützung freuen: Das Theater Lübeck, dessen Sanierungsstau in den vergangenen Monaten stark diskutiert wurde, erhält 4,524 Millionen Euro, wovon 500.000 bereits 2020 im Haushalt eingestellt worden sind und weitere 4,024 Millionen Euro bis 2023 ausgezahlt werden sollen.

Der 1908 fertig gestellte, markante Jugendstilbau von Martin Dülfer in der Beckergrube mit Großem Haus, Kammerspielen und Studio beherbergt ein engagiertes Opern- und Schauspielensemble und das Philharmonische Orchester der Hansestadt, wurde von den Nationalsozialisten verunstaltet und zuletzt 1993-1996 umfassend saniert. Dass der Bund einem Stadttheater mit einer derartig hohen Summe unter die Arme greift, unterstreicht auch die Wertschätzung für das Theaterwesen im deutschsprachigen Raum, das in dieser Form weltweit einzigartig ist.

Der Deutsche Bundestag schüttet Lübeck mit seiner Koalitionsmehrheit aus CDU, CSU und SPD erhebliche Mittel aus und greift ganz aktiv dem Kultur- und Denkmalschutz im Norden unter die Arme. Dem Beschluss vorgegangen waren zahreiche Gespräche mit Initiativen vor Ort und der Politik aus Stadt, Land und Bund. Ich freue mich sehr, dass wir im Bundestag der Hansestadt Lübeck diesen Geldsegen organisieren konnten.“

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