Posted by on 28. Juli 2018

Die Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags, Prof. Dr. Claudia Schmidtke (CDU) besuchte in dieser Woche bei ihrer Sommertour unterschiedliche pflegerische und soziale Einrichtungen in ihrem Wahlkreis Lübeck und nordwestliches Herzogtum Lauenburg. Unter anderem besuchte sie in Travemünde den Malteserstift Haus St. Birgitta, die Wohnberatung am Kolberger Platz, die städtische Senioreneinrichtung „Am Behnkenhof“, das Gesundheitsmobil am Hauptbahnhof, das Bodelschwingh-Haus am Meesenring und im Herzogtum Lauenburg in der Gemeinde Nusse den Pflegedienst Monika Hamester. Auch der Empfang einer Fahrradfahrergruppe Organtransplantierter, die im UKSH einen Stopp einrichtete, gehörte zum Programm. Prof. Schmidtke zeigt sich begeistert, denn „die Steigerung der Zahl der Organtransplantationen liegt mir sehr am Herzen. Dafür setze ich mich in Berlin ein.“

Die Abgeordnete zu ihren Eindrücken aus der Woche: „Die kommunalen und gemeinnützigen Träger leisten eine hervorragende Arbeit in der Pflege der bedürftigen Menschen in unserer Stadt und darüber hinaus“. Ein großer Themenkomplex war in allen Einrichtungen u.a. der Pflegenotstand. Personell erstaunlich gut ausgestattet zeigten sich die stationären Einrichtungen der Stadt und des Malteserstifts. „Ein hervorragendes Arbeitsklima und langjährige Mitarbeiterzugehörigkeiten sind ein gutes Fundament für eine gute Versorgung der Patienten und Bewohner. Beides zeichnet die Einrichtungen aus“, so Schmidtke. Ein Schwerpunkt der beiden Einrichtungen im gerontopsychiatrischen Bereich entspricht den zunehmenden Anforderungen unserer älter werden Gesellschaft. Die Nachfrage ist groß und kann nicht gedeckt werden.

Im ambulanten ländlichen Pflegebereich ist die Situation sehr viel kritischer, obwohl auch hier in den Einrichtungen ein überaus gutes Arbeitsklima herrscht. Vom Pflegedienst Hamester werden in Nusse in Wohngruppen Schwerstpflegebedürftige betreut (wie Wachkoma- und beatmete Patienten). Die Anfragen nach Betreuungsplätzen sind überregional, Plätze sind generell rar. Aufgrund des Pflegekräftemangels können jedoch keine weiteren Patienten übernommen werden. „Gemeinsam mit dem Bürgermeister Lars Wunsch waren wir uns schnell einig, dass die zukünftigen Versorgungsformen bei einer älter werdenden Gesellschaft in neuen Dimensionen gedacht und entwickelt werden müssen. Und das betrifft die generelle medizinische Versorgung, denn auch für Ärzte muss ein Anreiz geschaffen werden, die ländliche Versorgung zu übernehmen. Wir als Politiker sind sowohl kommunal, aber auch auf Landes- und Bundesebene gefordert, neue Modelle und eine kreative Infrastruktur zu schaffen“, so das Fazit von Prof. Schmidtke. „Dafür werde ich die verschiedenen Akteure zu weiteren Gesprächen an einen Tisch holen.“

Das Gesundheitsmobil, das vorwiegend sozial Schwachen einen sicheren Anker bietet, ist derzeit von unterschiedlichen Trägern als Projekt finanziert. Es muss als verlässlicher Ansprechpartner für bedürftige Menschen auch zukünftig gesichert werden und benötigt dafür eine Grundabsicherung durch städtisches oder landespolitisches Engagement. Um nicht zuletzt auch den angestellten Mitarbeitern Sicherheit zu geben, muss eine Institutionalisierung angestrebt werden. „Hohen Respekt habe ich vor den engagierten Mitarbeitern im Bodelschwinghheim der Vorwerker Diakonie, die einen wichtigen, aber keineswegs einfachen Job leisten. Er erfordert ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und intrinsicher Motivation“ äußert sich Schmidtke anerkennend.

Wer sich bereits jetzt zum Thema Pflege beraten lassen will, dem hilft die Wohnberatung am Kolberger Platz. Neben Fragen zu Pflege und Versorgung werden u. a. auch bauliche Konzepte oder den Alltag erleichternde Hilfsmittel anschaulich dargestellt. Hilfestellungen sind maßgeschneidert. Häufig wird die Einrichtung jedoch nicht prophylaktisch, sondern erst bei Eintritt eines Pflegefalls aufgesucht. „Ich kann nur jedem empfehlen, sich in der Beratungsstelle frühzeitig für sich selbst oder die Eltern zu informieren.“, so Schmidtke.

„Die Sommerpflegetour werde ich auf jeden Fall als kontinuierliche Tour fortsetzen. Nur so sehe ich, an welchen Stellen bei uns vor Ort Probleme sind und kann mich vor Ort und auf Bundesebene für eine sichere und gute regionale medizinische Versorgung einsetzen. Ich habe ein tolles Engagement und herausragendes Klima bei allen Akteuren angetroffen und bin begeistert, wie enthusiastisch jede und jeder einzelne sich für seine Mitmenschen in unserer Region einsetzt“, so das Fazit der ersten Sommerbereisung der Lübecker CDU-Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Schmidtke.

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